Was Copa América Wetten in der Schweiz 2026 wirklich heisst
Stand: 19. Oktober 2026 – Daten geprüft gegen die Gespa-Listen sowie gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport.

Die Jahreszahl im Suchbegriff täuscht: Im 2026 findet keine Copa América statt. Das Turnier wird von der CONMEBOL organisiert, zuletzt vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA ausgetragen, die nächste Ausgabe ist für Juni und Juli 2028 geplant – Austragungsort noch offen. Wer in der Schweiz auf das Turnier wetten will, kann das nur über einen von zwei Anbietern tun, und der Wettmarkt für diese Ausgabe existiert schlicht noch nicht. Dies ist eine Einordnung der Regeln, Mechaniken und Schutzinstrumente, die für eine Copa América-Wette gelten – nicht ein Tipp für ein Spiel.
Spielerschutz: wer setzt, was Limits und Sperren wirklich bedeuten
Bevor ein Wettschein bei Sporttip oder Jouez Sport abgegeben werden kann, müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden – Obergrenze CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Perioden setzen. Diese Limite ist die einzige Grösse, die nicht schon im Geldspielgesetz steht – sie ist eine Eigenleistung des Organisators, nicht ein staatliches Maximum.

Ein Verlustlimit funktioniert genau einmal: Es misst die Summe der Nettoverluste in der Periode und stoppt weitere Wetten, wenn der Wert erreicht ist. Wer das 7-Tage-Limit auf 200 Franken setzt und nach drei Tagen 180 Franken verloren hat, kann noch 20 Franken an Verlusten erzeugen, bevor das System blockt. Die Grafik im Sporttip-Konto zeigt den aktuellen Stand, nicht die kumulierten Einsätze – wer fünf Wetten à 50 Franken platziert und drei davon à 80 Franken zurückgewinnt, hat 270 Franken Einsatz stehen und Nettoverlust 30 Franken. Diese Zahl ist die Massgabe.
Die 72-Stunden-Regel für Erhöhungen ist im Gesetz nicht so lang – das BGS schreibt 24 Stunden vor – doch die Organisatoren verschärfen ihre eigenen Bedingungen. Wer am Sonntagabend merkt, dass die Limite zu tief war, kann sie frühestens am Mittwochabend anheben. In der Praxis bedeutet das: Wer das Turnier live verfolgt und spontan das Wochenbudget anheben will, wird drei Tage blockiert. Die Senkung hingegen ist sofort wirksam: Ein Kontrollklick genügt, und das neue, tiefere Limit liegt an.
Selbstsperre funktioniert zweistufig. Produktbezogen lässt sich der Zugang zu Sporttip für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und wirkt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie in Liechtenstein. Eine freiwillige Einzahlungslimite ist die mildere Variante und ohne Registrierung im Sperrregister. Beide sind Selbsthilfen ohne therapeutische Begleitung – wer suchtähnliches Verhalten bemerkt, sollte die Sperre über die Beratungsstellen der Kantone wählen, nicht die Selbstsperre, denn eine einmal ausgesprochene Sperre wird durch die Organisatoren nur mit Mühe und nach drei Monaten aufgehoben.
Die Beratungsangebote der Kantone arbeiten mit Sucht Schweiz und der Fachstelle für Glücksspielsucht zusammen. Die Anlaufstellen sind auf der Plattform sos-spiel.ch und auf den Webseiten der Kantone verlinkt; die Gespa führt keine eigene Beratungsliste, sondern verweist auf die kantonalen Angebote.
Das Wettangebot im Überblick: zwei Anbieter, kein dritter Weg
In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten – beide mit einer Bewilligung als Grossspiel unter dem Geldspielgesetz. Wer sich online registrieren will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Anbieters haben; Spielende unter 21 Jahren sind zugelassen, haben aber die tieferen Verlustlimite. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis verifiziert – die Daten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft, eine zweite Authentifizierung per Videoident ist nicht nötig.
Swisslos Sporttip bedient die deutschsprachigen Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), das Tessin und Liechtenstein – das sind 19 Kantone und das Fürstentum zusammen. Loterie Romande Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura mit Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14) und 2’350 Verkaufsstellen. Ein Wohnsitz im anderen Sprachgebiet schliesst eine Wettkontoeröffnung faktisch aus: Wer in Genf lebt, kann nicht zu Sporttip, wer in Zürich lebt, nicht zu Jouez Sport. Praktische Konsequenz: Bei einem Umzug quer durch die Schweiz ist das Sportkonto zu schliessen und ein neues beim Anbieter des neuen Kantons zu eröffnen.
Die zwei Anbieter haben unterschiedliche Spielprogramme und unterschiedliche Limits. Sporttip setzt Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette. Diese Limits können von Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden – eine Wette über der Limite wird nicht angenommen, es gibt keine Ausnahme für Stammkunden und keine Ausnahme an grossen Turnierabenden. Jouez Sport veröffentlicht eigene Einsatzgrenzen in den Teilnahmebedingungen des Produkts; wer Wetten über der Limite platzieren will, stösst beim Anbieter, nicht bei der Gespa, an.
Für eine Copa América heisst das: Sobald die Ausgabe 2028 angekündigt wird und das Wettprogramm aufgenommen wird, werden beide Anbieter Linien führen – die konkrete Marktstruktur steht heute noch nicht. Erfahrungsgemäss sind Siegerwetten, Gruppensieger- und Torschützenmärkte Standard, Handicap-Linien bei internationalen Turnieren ebenfalls. Einzelne Spielmärkte wie Ecken oder Karten sind im Gespa-Sportartenkatalog nicht aufgeführt; sie können also nicht angeboten werden, auch wenn internationale Buchmacher sie listen.
Rechtslage: was eine Bewilligung konkret bedeutet und was ohne sie passiert
Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) regelt Sportwetten als Grossspiel, Aufsichtsbehörde ist die Gespa in Bern (Geldspielkonkordat, in Kraft seit 1.1.2021). Eine Bewilligung umfasst zwei Teile: die Veranstalterbewilligung des Organisators und die Spielbewilligung pro Spiel – beide sind gestützt auf Art. 21–25 BGS zu erteilen. Die Lizenz gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS); eine ausländische Lizenz – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz keine Rechtskraft. Diese beiden Organisatoren sind die einzigen, die das Geldspielgesetz zulässt – die Kantone haben die Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf diese zwei beschränkt.

Eine Bewilligung ist nicht dasselbe wie «seriös» oder «sicher». Die Gespa prüft vor Erteilung der Bewilligung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, die fachliche Eignung und die Spielsuchtprävention – sie garantiert aber keine stabile Auszahlungspraxis und keine Performance des Anbieters am Markt. Sie garantiert: Das Geld wird auf ein Bankkonto im Namen des Spielenden ausgezahlt, der Gewinn unterliegt dem schweizerischen Vollstreckungsrecht, eine Spielsperre wird im Register geführt und gilt automatisch auch für Casinos und Liechtenstein, und bei Streitigkeiten ist der Rechtsweg in der Schweiz offen.
Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Anbieter ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden. Für die Spielerinnen und Spieler selbst ist die Nutzung nicht strafbar – das ist eine bewusste Entscheidung des Gesetzgebers, um die Spieler nicht zu kriminalisieren. Aber: Einsätze und Gewinne können im Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, ein Schutz gegen unseriöse Geschäftsbedingungen besteht nicht, und bei einem Konkurs des ausländischen Anbieters ist das Geld typischerweise verloren. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit DNS-Blocks gegen ausländische Domains – Ende 2025 waren 671 Domains gelistet. Diese Liste wird im Domain-Hopping dauernd aktualisiert (Interwetten und Bet-at-Home waren früher auf der Liste, bet365 ist es heute). Mit einem Schweizer VPN oder durch Wechsel der Domain bleibt der Zugang oft möglich – die Sperre ist keine absolute Barriere.
Welche Zahlungsmethoden ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache, soweit das BGS nichts vorschreibt. Lizenzierte Anbieter dürfen Gewinne nur auf ein Konto im Namen des Spielenden auszahlen – anonyme Auszahlungen, etwa in Kryptowährungen, sind im bewilligten Markt nicht möglich. Welche konkreten Methoden Sporttip und Jouez Sport anbieten, variiert; die Spielerinnen und Spieler prüfen die Angaben auf der jeweiligen Anbieter-Website. Ausländische Anbieter erlauben oft Krypto-Auszahlungen und E-Wallets, die im Schweizer Markt nicht zugelassen sind.
Steuerlich gilt: Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundesschwellenwert liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025); die kantonalen Schwellenwerte unterscheiden sich, darum gilt «je nach Kanton» – eine pauschale Aussage ist nicht möglich. Über der Schwelle behält der Organisator 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Eine typische Sportwette liegt deutlich unter dem Freibetrag – keine Einkommenssteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Schweizer Verrechnungssteuer, sind aber im Kanton Thurgau vollständig steuerpflichtig – das ist ein Spezialfall, andere Kantone handhaben das unterschiedlich. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.
Die Wettanbieter im Vergleich: was die zwei Bewilligten können und was die Ausländischen nicht
Die Übersicht «Die Wettanbieter im Vergleich» zeigt die zwei bewilligten Anbieter und acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Die Spalten Bewilligung und Veranstalter/Berichten tragen die harten Fakten aus den Veranstalterbedingungen, das Résumé ist hier kurz gehalten.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter oder berichtete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (Grossspiel, BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Aufsicht Gespa |
| Wettigo | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
| Betwinner | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
| BetOnRed | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
| BC.Game | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
| Rabona | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
| Jackbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht feststellbar; DNS-Sperre möglich |
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel; das Sportwettenangebot heisst Sporttip und wird im Vertragsgebiet geführt – die 19 deutschsprachigen Kantone, das Tessin und Liechtenstein. Die Bewilligung als Veranstalter und pro Spiel ist gestützt auf das BGS erteilt, die Aufsicht führt die Gespa. Sporttip ist die einzige Möglichkeit, in diesen Kantonen legal online auf eine Copa América zu wetten, sobald das Wettprogramm erscheint. Das Sortiment umfasst Prematch- und Livewetten, Cash-Out (nur vollständig, ohne Teilauszahlung und nicht garantiert für jeden Markt), eine Bet-Builder-Funktion für voneinander abhängige Ereignisse derselben Partie, Quoten- und Profitboosts sowie einen Kombiboost (mindestens 4 Voraussagen je Quote ≥ 1.50, Bonus auf den Nettogewinn 5 % bei 4, 20 % bei 7, 40 % bei 10 und 100 % bei 15 Voraussagen). Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten); die Auszahlung wird zuerst auf zwei Stellen gerundet, dann auf 5 Rappen abgerundet. Was die Bewilligung wirklich trägt: Spielende profitieren vom Sperrregister, von der Geldwäschereikontrolle, von der Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen und vom Rechtsweg in der Schweiz.
Loterie Romande Jouez Sport
Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS); Sitz Lausanne, Avenue de Provence 14, 2’350 Verkaufsstellen. Auch hier ist die Bewilligung als Veranstalter und pro Spiel BGS-basiert, Aufsicht Gespa. Wer in der Romandie lebt, kann nur hier ein Konto eröffnen. Für die Copa América 2028 gilt auch für diesen Anbieter: Sobald das Wettprogramm aufgenommen wird, deckt Jouez Sport die Wettmärkte des Turniers – Details zu Quoten und Limits werden dann im Wettschein ersichtlich. Bonusmechaniken sind in den Jouez-Sport-Bedingungen festgelegt und können von Sporttip abweichen; wer gezielt eine Aktion nutzen will, liest die Teilnahmebedingungen genau, weil Boni an Einsatz, Quote und Erhöhung gekoppelt sind.
Wettigo, Betwinner, BetOnRed, BC.Game, Betscore, FortuneJack, Rabona, Jackbit
Diese acht Marken sind ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung und ohne Verbindung zum Sperrregister. Eine behauptete Lizenz in Curaçao, Malta oder anderswo hat in der Schweiz keine Rechtskraft – Art. 4 BGS verlangt eine Schweizer Bewilligung. Wer dort ein Konto eröffnet, kann zwar wetten, nimmt aber keinen Schutz aus dem Schweizer Recht in Anspruch: kein Eintrag im Sperrregister bei Suchtproblemen, keine Auszahlungspflicht im Konkursfall, kein Rechtsweg vor Schweizer Gerichten, und die Gewinne sind im Kanton Thurgau vollständig steuerpflichtig (andere Kantone können gleich oder milder behandeln). Die Gespa kann die Domains auf die Sperrliste setzen und damit DNS-seitig blockieren – ein Zugriff bleibt aber oft möglich, etwa über alternative Domains oder über ein VPN. Wer mit einem dieser Anbieter wettet, verlässt den Schutz des BGS bewusst. Diese Anbieter sind in der Tabelle aufgeführt, damit Lesende wissen, woran sie erkennen, dass ein Anbieter ohne Bewilligung wirbt – die Liste ist vollständig, weil die Gespa selbst keine zugelassene Konkurrenz kennt. Eine Bewertung der Bonusmechaniken oder Limits würde die Liste unvollständig und nicht repräsentativ machen, darum fehlt diese Spalte in der Tabelle.
Die Marge: was die Buchmacher vom Umsatz behalten
Eine Wettquote trägt eine Marge in sich. Diese Marge ist der Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im Durchschnitt behält – bezahlt wird sie von der Summe aller Einsätze, nicht von einem einzelnen Wettenden. Wer eine faire Wette sucht, will Anbieter mit tiefer Marge; wer den höchsten Gewinn bei gegebenem Einsatz will, will Anbieter mit der höchsten Auszahlungsquote.
Ein Beispiel: Eine Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten 1.90 hat eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 1 ÷ (0.5263… + 0.5263…) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95. Das heisst: 95 % aller Einsätze werden als Gewinn zurückbezahlt, 5 % behält der Anbieter als Marge. Eine faire Wette mit Marge 0 (nicht existent) hätte 2.00/2.00 und eine Auszahlungsquote von 100 %. Die tatsächlichen Margen bei internationalen Fussballturnieren liegen typischerweise zwischen 4 % und 8 % auf Siegerwetten, höher auf Spezialmärkten und Langzeitwetten – exakte Quoten für eine nächste Copa América sind nicht vor dem Wettprogramm verfügbar, weil die Anbieter die Linien erst zur Eröffnung des Wettmarkts publizieren. Wer den Markt vergleicht, sollte auf die Quoten für jedes spielbare Ereignis schauen und nicht auf einen Mittelwert, der über Märkte gemittelt wird.
Die Marge trägt der Anbieter im Preis – sie ist die Differenz zwischen der «fairen» Quote (bei zwei Ausgängen 2.00/2.00) und der tatsächlich angebotenen Quote. Auf einer Wette von CHF 100 mit Quote 1.90 und fairem Preis 2.00 macht ein Wettender einen erwarteten Verlust von 5 Franken, bevor er den Bonus einrechnet. Das ist der Preis der Wette; er ist unabhängig davon, ob die Wette gewinnt oder verliert, und er verteilt sich auf alle Wetten. Wer über ein ganzes Turnier hinweg wettet, hat die Marge als erwarteten Verlust im Budget einzuplanen, nicht den einzelnen Verlust einer konkreten Wette.
Cash-Out verkürzt die Wette, aber die Marge bleibt – der angebotene Cash-Out-Betrag ist in der Regel niedriger als der mögliche Gewinn bei voller Spiellänge, und diese Differenz enthält die Marge. Bei Sporttip ist die Höhe nicht garantiert und kann jederzeit geändert werden. Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert diese Marge explizit; wer auf die Auszahlung bei Spielende wartet, hofft darauf, dass die Quoten bis zum Schluss konstant bleiben – ein Trugschluss, denn in den letzten Minuten schwanken die Quoten stark.
Ablauf einer Sporttip-Wette: Schritt für Schritt
Der typische Ablauf einer Online-Wette bei Sporttip beginnt mit der Anmeldung und der Ausweisprüfung, dann der Limitensetzung, dann erst der Wette. Wer die Limits gesetzt hat, kann das Konto aufladen und den Wettschein zusammenstellen. Bei einer Einzelwette wird eine Voraussage mit der angezeigten Quote platziert. Bei einer Kombinationswette werden mehrere Voraussagen aus verschiedenen, unabhängigen Ereignissen kombiniert – die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten, der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Gesamtquote. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen aus dem gleichen Pool von Voraussagen gebildet; der Höchsteinsatz liegt mit CHF 10’000 entsprechend höher als bei der einfachen Kombiwette.
Cash-Out ist nur bei Online-Wetten verfügbar und nur als vollständiges Cash-Out – eine Teilauszahlung ist nicht möglich. Der Cash-Out-Betrag hängt vom Spielstand ab, ist tiefer als der mögliche Gewinn bei voller Spiellänge und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden; ein ausgeführtes Cash-Out ist endgültig und lässt sich nicht rückgängig machen. Cash-Out ist nicht für jeden Markt garantiert – wer sich darauf verlässt, sollte prüfen, ob die Funktion im konkreten Wettschein angeboten wird.
Eine Wette zählt nur, wenn sie vor dem tatsächlichen Eintreten des Ausgangs platziert wird. Wetten, die nach dem Ergebnis platziert werden, wertet Swisslos mit Quote 1.00 – das bedeutet: Der Einsatz wird zurückerstattet, der Gewinn entfällt. Bei spielentscheidenden Szenen (Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheidungen) kann Swisslos Wetten kurzzeitig mit Quote 1.00 werten, um eine faire Auswertung zu sichern.
Was passiert, wenn ein Spiel abgesagt wird und nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird? Einzelwetten werden zurückerstattet, bei Kombinationswetten erhält die abgebrochene Voraussage die Quote 1.00, die anderen Voraussagen zählen weiter. Im Turnierfall zählt die 48-Stunden-Frist nicht – ein verschobenes oder verlegtes Spiel gilt als Teil des Turniers. Diese Regelung ist wichtig, weil ein Spiel in Südamerika wetterbedingt verschoben werden kann; die Wette bleibt offen, und der Einsatz bleibt im System.
Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntgabe der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung muss innert 10 Tagen mit eingeschriebenem Brief erfolgen – mündliche Beanstandungen oder E-Mails genügen nicht.
Copa América 2024 als Lesart des nächsten Turniers
Die letzte Copa América wurde vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA ausgetragen, mit 16 Nationen: zehn aus der CONMEBOL und sechs aus der CONCACAF, die sich über die Nations League 2023/24 qualifiziert hatten. Argentinien gewann das Finale am 14. Juli 2024 in Miami Gardens (Hard Rock Stadium) gegen Kolumbien 1:0 nach Verlängerung – der 16. Titel, alleiniger Rekord. Torschützenkönig wurde Lautaro Martínez (Argentinien) mit fünf Treffern.
Das Turnierformat mit 16 Mannschaften ist neu – die klassische Copa América hatte 12 oder 14 Teams. Die Erweiterung ist der Grund, warum sechs CONCACAF-Mannschaften dabei waren und in Zukunft wieder dabei sein werden. Für die Wettmärkte heisst das: Die Anzahl Spiele steigt, die Anzahl möglicher Sieger- und Gruppensiegerwetten steigt, die Volatilität jedes einzelnen Spiels sinkt (ein Aussenseiter hat mehr Raum), und die Gesamtzahl der Märkte pro Turnier ist deutlich grösser als bei klassischen Auflagen.
In der Finalrunde 2024 gab es bei Unentschieden nach 90 Minuten direkt Elfmeterschiessen – nur im Finale wurde vorher noch verlängert. Diese Regel ist entscheidend für die Wettauswertung: Wetten auf das Spiel nach 90 Minuten werden mit dem Stand nach 90 Minuten abgerechnet, nicht mit dem Ergebnis nach Verlängerung oder Elfmeterschiessen. Wetten auf den Sieger des Spiels oder auf das Weiterkommen werden mit dem tatsächlichen Ergebnis nach Verlängerung und Penaltyschiessen abgerechnet. Die Spielregeln legen fest, dass die reguläre Spielzeit bei Fussball die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit ist; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «nächste Runde weiterkommen» wettet, meint das Resultat nach allen 120 Minuten plus Penaltyschiessen – wer auf «Sieger nach 90 Minuten» wettet, meint nur die reguläre Spielzeit.
Die Copa América wird seit 1916 ausgetragen; Argentinien hält mit 16 Titeln den Rekord. Diese Geschichte zählt für die «Turniersieger»-Märkte, die bei Grossanlässen besonders stark nachgefragt werden – wer auf einen Aussenseiter setzt, wettet gegen 110 Jahre Turniergeschichte.
Was die Copa América 2028 wahrscheinlich an Wettmärkten bringen wird
Die nächste Ausgabe ist für Juni und Juli 2028 geplant, mit 16 Nationen (alle zehn CONMEBOL-Verbände automatisch qualifiziert, sechs CONCACAF-Gäste über die Qualifikation). Der Austragungsort ist noch nicht entschieden. Bis zur Eröffnung des Wettmarkts werden die Anbieter das Wettprogramm veröffentlichen; dann erscheinen typischerweise folgende Märkte: Sieger des Turniers, Gruppensieger, Gruppenspiele (1X2, Doppelte Chance, Handicap-Linien, Über/Unter Tore), Torschützenkönig, erstes/letztes Tor im Turnier, sowie Spiel-spezifische Märkte wie Eckbälle und Karten – wobei die Gespa-Liste zeigt, dass Eckball- und Kartenmärkte derzeit nicht bewilligt sind; diese Einschränkung könnte sich bis 2028 ändern. Eine Garantie gibt es dafür nicht.
Die Limits werden sich an denen der letzten Ausgabe orientieren: Sporttip mit maximal CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Diese Limits sind pro Wette, nicht pro Tag – wer die Limits ausreizen will, kann mehrere Wetten nebeneinander platzieren, solange die Verlustlimite für die Periode nicht erreicht ist. Bei grossen Livewetten an einem Abend können die Verlustlimiten enger ziehen als die Einsatzlimiten – wer pro Tag viel setzen will, muss sein Verlustlimit erhöhen, wobei die 72-Stunden-Regel gilt.
Ein Schlüsselpunkt für die Copa América 2028: Die Spielzeit auf dem amerikanischen Kontinent ist die Hauptsendezeit in Europa (Vorrunde spät abends, Finalrunde bis tief in die Nacht), was Livewetten in der Schweiz zeitlich unattraktiv macht. Sporttip bietet Cash-Out nur online und nur als vollständiges Cash-Out – wer auf den Abschluss einer Wette in der Nacht warten will, sollte die Wetten tagsüber platzieren oder eine Vorabend-Variante wählen.
Was die Sperrliste und der Schwarzmarkt für die Praxis bedeuten
Die Gespa-Sperrliste mit 671 Domains Ende 2025 ist eine DNS-Sperre – sie blockiert die Domain auf Stufe Internetprovider, nicht den Inhalt selbst. Mit einem Schweizer VPN-Dienst, mit einem ausländischen DNS-Server oder mit einer alternativen Domain lässt sich die Sperre umgehen. Die Liste wird im Domain-Hopping dauernd aktualisiert: Eine neue Domain wird gesperrt, der Anbieter registriert eine andere, die wird gesperrt, und so weiter. Die Sperre ist eine Hürde, keine Barriere.
Was die Sperre leistet: Sie nimmt den Anbietern die ungestörte Werbung im Schweizer Internet und macht sie für Gelegenheitsnutzer schwerer erreichbar. Was sie nicht leistet: Sie schützt niemanden, der den Anbieter bewusst sucht, und sie blockiert nicht die Auszahlung – wer bei einem ausländischen Anbieter gewonnen hat, bekommt das Geld auf sein Konto, sofern der Anbieter noch zahlungsfähig ist. Die Sperre ist eine Werbebremse; der Spielerschutz ist sie nicht.
Wer beim ausländischen Anbieter spielt, hat drei praktische Konsequenzen zu tragen: Die Auszahlung erfolgt auf das eigene Konto (Art. 75 Abs. 1 BGS verbietet eigentlich die Auszahlung an Personen ohne Bewilligung, betrifft aber den Anbieter, nicht den Spieler), die Gewinne sind im Kanton Thurgau vollständig steuerpflichtig und in anderen Kantonen nach deren Praxis zu versteuern, und im Streitfall ist der Rechtsweg vor Schweizer Gerichten nicht eröffnet – der Sitz des Anbieters liegt im Ausland, die Schweizer Gerichte sind nicht zuständig, und ein Vollstreckungsverfahren ist aufwendig und unsicher. Wer diese drei Kosten akzeptiert, spielt auf eigene Gefahr; wer sie nicht akzeptiert, spielt bei Swisslos oder Loterie Romande.
Was die Schweizer Wettlandschaft vom ausländischen Markt unterscheidet
Der Schweizer Markt ist geschlossen – zwei Anbieter, kein dritter. Das ist eine bewusste Entscheidung des BGS zur Eindämmung des Glücksspiels und zur Sicherung der Mittel für öffentliche Zwecke (Art. 125 BGS). Diese Geschlossenheit hat einen Preis: weniger Auswahl, weniger Quotenkonkurrenz, weniger Boni. Sie hat auch einen Vorteil: Die Marge auf den grossen Märkten ist vergleichsweise niedrig, der Spielerschutz ist im Gesetz verankert, und die Auszahlung auf das eigene Konto ist garantiert.
Die offene Frage ist, ob die Geschlossenheit die Spielerinnen und Spieler in den ausländischen Markt treibt. Die empirische Antwort kennt niemand genau, weil die Sperrliste unvollständig ist und die Anbieter mit Schweizer Werbung nicht in Erscheinung treten sollen; der Volumenanteil des Schwarzmarktes ist nicht öffentlich. Was jeder beobachten kann: Die Verfügbarkeit ausländischer Domains ist hoch, die Werbung im Internet ist sichtbar, und die Akquise erfolgt über soziale Medien und über Empfehlungen – die Gespa kann DNS blockieren, aber Marketing-Algorithmen in sozialen Netzwerken nicht.
Wer als Leserin oder Leser entscheidet, muss zwei Dinge kennen: Die zwei bewilligten Anbieter haben die Schwellenwerte, die Limits und die Schutzmechanismen des BGS. Die acht ausländischen Anbieter in der Tabelle haben eine Lizenz, die in der Schweiz nicht gilt, und bieten einen Markt, der im Streitfall vor Schweizer Gerichten nicht eingeklagt werden kann. Die Wahl zwischen den beiden ist eine Wahl zwischen zwei Schutzregimes und nicht eine Wahl zwischen «seriös» und «unseriös».
Häufige Fragen zur Copa América und zu Wetten in der Schweiz
Findet 2026 eine Copa América statt?
Nein, die Copa América wird seit 1916 von der CONMEBOL ausgetragen, im Rhythmus von vier Jahren mit gelegentlichen Sonderausgaben. Die letzte Ausgabe war 2024 in den USA, die nächste ist für Juni und Juli 2028 geplant – Austragungsort noch offen. Wenn im Suchbegriff «2026» steht, ist das das Veröffentlichungsjahr des Artikels, nicht das Turnierjahr.
Wann war die letzte Copa América, und wann kommt die nächste?
Die letzte Copa América lief vom 20. Juni bis 14. Juli 2024 in den USA mit 16 Nationen – Argentinien gewann das Finale in Miami Gardens 1:0 nach Verlängerung gegen Kolumbien. Die nächste Ausgabe ist für Juni und Juli 2028 geplant, der Austragungsort ist noch nicht entschieden.
Wer darf in der Schweiz auf eine Copa América wetten?
Nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip (Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein) und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport (Westschweiz). Beide haben eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten – eine ausländische Lizenz hat nach Art. 4 BGS keine Rechtskraft.
Wie zählt eine Wette bei Verlängerung oder Elfmeterschiessen?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit (Fussball 90 Minuten plus Nachspielzeit). Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wetten auf den Sieger eines Spiels werden mit dem Ergebnis nach Verlängerung und Penaltyschiessen abgerechnet; Wetten auf das Spiel nach 90 Minuten enden mit dem regulären Spielende.
Woran erkenne ich, ob eine Quote für ein Turnier faire Marge trägt?
Eine faire Zwei-Wege-Wette hätte die Quoten 2.00/2.00 und eine Marge von 0 %. Eine Wette mit Quoten 1.90/1.90 hat eine Auszahlungsquote von etwa 95 % und eine Marge von etwa 5 %. Bei Turniersiegerwetten auf eine grosse Fussballveranstaltung liegen die Margen oft zwischen 4 % und 8 %, bei Spezialmärkten und Langzeitwetten höher. Wer eine faire Linie sucht, vergleicht die Auszahlungsquote, nicht die einzelne Quote.
Turniere – Wettstrategiech.com
Inhalt erstellt vom Team «Wettstrategiech.com»
